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Defender für Anfänger
 

Große Klappe

2011 wurde der lang gehegte Wunsch nach einem Hubdach, zusammen mit einem DIY-Innenausbau erfüllt. Die Vorteile liegen bei drei Mitreisenden auf der Hand:

Alle können im Landy schlafen.

Es ergeben sich natürlich noch weitere Vorteile:

  1. kein Zelt mitschleppen und aufbauen müssen

  2. erheblich mehr Stauraum, als mit Kisten

  3. Stehhöhe, L-Sitzbank, Aufenthaltsraum

  4. alles hat seinen festen Platz

...insgesamt ein unglaublicher Komfortgewinn!

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Der Weg zum Dach

Marktrecherche auf der Abenteuer Allrad, Bad Kissingen 2011

Die Entscheidung für ein Hubdach fiel unmittelbar vor der „Abenteuer Allrad“, so dass die Möglichkeiten der Information ideal waren. Zu der eingehenden Besichtigung aller auf der Messe ausgestellten Dächer bot sich dort noch eine weitere, viel aussagekräftigere Informationsquelle – die unzähligen Hubdach-Landys der Besucher. So haben wir etlichen netten Menschen viele, viele Fragen gestellt, die man uns bereitwillig und umfassend beantwortet hat. Wir wurden eingeladen das Allerheiligste zu betreten. Sogar schlafende Menschen wurden unseretwegen geweckt! Vielen lieben Dank allen, die uns bei der Qual der Wahl geholfen haben!!!

Am Schluss standen folgende Erkenntnisse:

  1. Die Menge der unterschiedlichen Systeme war kleiner als gedacht. Vielmehr gibt es für ein und das selbe Dachsystem manchmal mehrere Leutchen, die es unter eigenem Namen verbauen.

  2. Alle Befragten Besitzer waren mit ihrem Dach zufrieden

  3. Um die € 7.000,- herum kostet das fertige Dach, inkl. Brett für‘s Bett.

Hubdach

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Die Entscheidung

Obwohl ich es eine interessante Lösung finde, kam das quer aufgeklappte Dach nicht in Frage. Die Rückbank im Landy wird bei uns entweder zum Sitzen oder Liegen genutzt. Da ist das Mehr an Höhe so weit vorne nicht notwendig. Wichtiger war mir da die bessere Rundumsicht vom oberen Bett aus und die Höhe im gesamten Heckbereich. Also musste es die Version mit dem Front-Scharnier werden. Aber von wem? Wir haben uns die Entscheidung recht leicht gemacht.

Der Sommer stand vor der Tür und damit auch der Urlaub. Die Überlegung war, dass wenn wir schon so viel Kohle für ein Dach

ausgeben, wir dieses auch möglichst bald nutzen wollten. Und da

alle Hubdachbesitzer mit ihrer Version gleichermaßen zufrieden waren, haben wir beschlossen den Anbieter zu nehmen, der das Dach bis zum Urlaub einbauen konnte. Das Problem dabei:
Der Urlaub sollte nur drei Wochen später beginnen.

Schnell reduzierte sich die Anbieterschar auf exakt einen. Da dieser in der Schweiz, am Bodensee saß wurden die Urlaubspläne entsprechend angepasst. So sollte auf dem Weg nach Spanien ein Zwischenstopp am Bodensee eingelegt und das Dach montiert werden. Ein Telefonat, einige Tage nach der Messe, hat den Plan dann dingfest gemacht.

Um mit der Sprache rauszurücken: Es wurde dann ein Dach Made by ,Landycamper‘, eingebaut bei ,XP-Edition‘, in der Schweiz.

Anschließend Fahrt zum Metallbauer, der das Dach abnehmen und kürzen sollte um danach zum Lackierer zu gehen.

Ein letzter Blick. Die Trennung fällt mir irgendwie nicht leicht.

Zwischenstand – so skalpiert bietet sich ein trauriger Anblick.

Der Umbau

Der Umbau erfolgte als Teil des dreiwöchigen Urlaubs, sozusagen als Ouvertüre. Am Bodensee angekommen haben wir uns zuerst am falschesten von den zwei sich räumlich anbietenden Campingplätzen eingebucht (teuer, nicht gerade freundlich und am weitesten von der Werkstatt entfernt).

Dort wurde der Landy von allem Urlaubskram befreit, das dann in unserem Zelt Platz finden musste. Dann ging es zur Werkstatt, um die Einbauten zu entnehmen und zwischenzulagern.

Fünf Tage später der große Moment. Noch etwas Mithilfe, die Möbel wieder einbauen, geordnete Flucht vom Campingplatz antreten und der Landy ist startklar für den zweiten Teil des Urlaubs, der uns in die Pyrenäen, an die spanische Atlantikküste, das Mittelmeer und die Cevennen, in Frankreich führte.

Der Unterschied

Um es vorweg zu nehmen: Das Dach ist der Hit und die Investition hat sich absolut gelohnt. Plötzlich hat man selbst zu dritt ordentlich Bewegungsfreiheit. Nicht nur die Stehhöhe, sondern auch der lichte Raum in der zweiten Etage schafft ein echtes Raum-Gefühl.

Der einzige wirkliche Nachteil des Hubdaches ist die veränderte Optik des Landys. Die gewohnten, liebgewonnenen Proportionen sind einfach anders, gewöhnungsbedürftig. Während es von der Seite ganz gut geht, ist besonders das Heck schon recht fremd.
Das wusste ich aber vorher und habe mich bewusst für das Motto ,Form follows function‘ entschieden. Inzwischen ist alles gut.

Vorher

Nachher

Dach-Details

Rahmenhandlung ,Camping am Bodensee‘

Die erste Nacht im Hubdach wurde auf dem besten aller Campingplätze verbracht: www.park-camping.de  Nicht, dass der Platz im Sommer nicht auch proppenvoll gewesen wäre. Der Unterschied ist der, dass der Betreiber selbst Defender fährt und immer einen Platz für Landys reserviert. Einen Platz? Nein, vielmehr DEN Platz. Direkt am See, neben dem Bootsslip. Freie Sicht. Viel Platz. Sehr schön. Dazu sehr freundliche Leute und eine einfallsreiche, bezahlbare Gastronomie.

Eine solch positive C-Platz-Ausnahme verdient Würdigung!

Herrlich große Liegefläche, mit Ausblick nach drei Seiten. Vor den Fenstern natürlich Moskitonetze. An den Seitenfenstern gibt es in der oberen Ecke einen Wetterschutz, der es erlaubt auch bei Regen das Fenster zur Lüftung etwas geöffnet zu halten.

Auf dem Bett kann man aufrecht sitzen und es ist immer noch reichlich Platz nach oben. Dort finden Gepäcknetze Platz, in denen z. B. nachts die Klamotten gut aufbewahrt werden können. In den kleinen Netzen sind Buch, Lesebrille und Co. schnell zur Hand.

Die Verriegelung erfolgt über zwei Spannverschlüsse, die mit einem Splint gesichert werden.

Bei hochgeklapptem Bett entsteht ein großzügiger Raum. Die ganze Sesam-öffne-dich-Geschichte dauert ca. 30 Sekunden., das Schließen ca.
2 Minuten und ist auch von (m)einer Frau alleine problemlos zu machen.

Im Moment ist die Platte für die Matratze noch einteilig. Sie soll aber noch etwa in der Mitte geteilt werden. Dadurch ergibt sich aufgestellt mehr Platz für das Bettzeug, was wiederum das Aufstellen erleichtert, da das Bettzeug dann nicht mehr komprimiert werden muss.

In Puncto Gemütlichkeit rangiert der Landy direkt hinter der Almhütte.

Beide Seiten haben eine Keder-schiene bekommen. Das erlaubt das leichte Anbringen eines Wetterschutzes.

Auf jeder Seite eine Kabeldurchführung.

Fazit

Das Hubdach ist ein Traum an Mehr-Komfort. Es macht den Landy ungemein wohnlich, bietet echte Schlechtwetter-Aufenthaltsqualitäten und verringert die Abmessungen nur unwesentlich. Alles hat gut geklappt und scheint recht ordentlich gebaut.

Stand 12/2011

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Update
Mehr Stauraum durch geteilte Liegefläche
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